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Herbst mit Hund und Pferd: Worauf Tierhalter jetzt achten sollten

25. Sept.
3 Min. Lesezeit

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und draußen wird es bunt: Der Herbst ist da. Für uns beginnt eine gemütliche Jahreszeit mit langen Spaziergängen durch raschelndes Laub und vielleicht etwas mehr Zeit zum Kuscheln.

Auch unsere Tiere nehmen den Wechsel der Jahreszeit wahr. Kältere Temperaturen, Nässe, weniger Tageslicht und Veränderungen im Fell können Einfluss auf Wohlbefinden, Beweglichkeit und Verhalten haben. Gerade im Herbst lohnt es sich deshalb, etwas genauer hinzuschauen.

Wenn der Hund im Herbst etwas steifer wird

Viele Hunde lieben die kühleren Temperaturen und sind draußen jetzt besonders gerne unterwegs. Bei manchen Vierbeinern kann die Kombination aus Kälte und Nässe jedoch dazu führen, dass sie sich weniger locker bewegen.

Vor allem ältere Hunde oder Hunde mit bereits bekannten Beschwerden am Bewegungsapparat können jetzt empfindlicher reagieren. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass Ihr Hund morgens schwerer aufsteht, nicht mehr so selbstverständlich ins Auto springt oder nach einem Spaziergang länger braucht, um wieder in Gang zu kommen.

Solche kleinen Veränderungen sollte man nicht einfach als „altersbedingt“ abtun. Eine physiotherapeutische oder osteopathische Betrachtung kann dabei helfen, Bewegungsmuster genauer anzuschauen und mögliche Einschränkungen frühzeitig wahrzunehmen.

Auch im Alltag lässt sich einiges tun: Ein warmer, trockener Liegeplatz, angepasste Bewegung und ein guter Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe können gerade in der kälteren Jahreszeit guttun.

Der Herbst fordert auch das Pferd

Auch für Pferde verändert sich mit dem Herbst einiges. Die Temperaturen schwanken stärker, die Böden werden durch Regen weicher oder rutschiger und die Weidebedingungen verändern sich.

Gerade bei Pferden, die regelmäßig gearbeitet werden, lohnt sich ein genauer Blick auf die Bewegungsqualität. Läuft das Pferd wie gewohnt? Gibt es Veränderungen beim Anreiten, beim Rückwärtsrichten oder in Wendungen? Fällt eine Seite schwerer? Wirkt das Pferd beim Putzen oder Satteln empfindlicher als sonst?

Nicht jede kleine Veränderung bedeutet gleich ein gesundheitliches Problem. Sie kann jedoch ein wertvoller Hinweis sein, genauer hinzuschauen.

Bewegung bleibt wichtig

Wenn es draußen nass, kalt und früh dunkel wird, verbringen viele Tiere automatisch mehr Zeit im Stall oder im Haus. Trotzdem bleibt regelmäßige, angemessene Bewegung wichtig.

Beim Hund müssen Spaziergänge nicht unbedingt länger werden – entscheidend ist vielmehr, dass die Bewegung zum Alter, Trainingszustand und individuellen Bedarf des Hundes passt.

Auch beim Pferd sollte die Arbeit an die aktuellen Bedingungen angepasst werden. Rutschige Böden, aufgeweichte Wege oder sehr nasses Wetter können die Belastung verändern. Ein gutes Aufwärmen und ein ruhiger Übergang in die Arbeit können dabei besonders wichtig sein.

Fellwechsel: eine zusätzliche Aufgabe für den Körper

Im Herbst steht bei vielen Tieren der Fellwechsel an. Beim Hund ist er oft deutlich sichtbar: Bürsten, Bürsten und noch mehr Bürsten.

Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und ermöglicht gleichzeitig einen guten Blick auf Haut und Fell. Gibt es trockene Stellen, Schuppen, Rötungen oder andere Veränderungen?

Auch beim Pferd lohnt sich der tägliche Blick auf Haut, Fell und Allgemeinzustand. Gerade während des Fellwechsels kann es hilfreich sein, das Pferd aufmerksam zu beobachten und Veränderungen nicht zu übersehen.

Herbstliche Spaziergänge und Weidezeit

Der Herbst bringt für Tiere viele interessante Gerüche und Entdeckungen mit sich. Gleichzeitig sollten Hundehalter darauf achten, dass ihr Hund beim Spaziergang nicht alles frisst, was er findet. Eicheln, Kastanien, bestimmte Pilze und andere Pflanzen können problematisch sein.

Auch auf der Pferdeweide verändert sich im Herbst das Futterangebot. Die Zusammensetzung des Grases verändert sich und die Weidebedingungen werden zunehmend anders. Bei empfindlichen Pferden kann es daher sinnvoll sein, Fütterung und Allgemeinzustand besonders aufmerksam im Blick zu behalten.

Kleine Veränderungen ernst nehmen

Unsere Tiere können uns nicht sagen, wenn sich etwas verändert. Sie zeigen es uns über ihr Verhalten und ihre Bewegungen.

Deshalb sind gerade die kleinen Signale interessant:

  • Der Hund steht morgens schwerer auf.

  • Das Pferd läuft plötzlich auf einer Hand unwilliger.

  • Der Hund springt nicht mehr so gerne ins Auto.

  • Das Pferd reagiert empfindlicher beim Putzen.

  • Spaziergänge oder Arbeit werden schneller anstrengend.

  • Das Tier wirkt insgesamt ruhiger oder verändert sein Verhalten.

Solche Beobachtungen bedeuten nicht automatisch, dass eine Erkrankung vorliegt. Sie können aber ein guter Anlass sein, genauer hinzuschauen.

Gut begleitet durch den Herbst

Der Jahreszeitenwechsel ist eine ganz natürliche Veränderung – und die meisten Tiere kommen damit problemlos zurecht. Trotzdem kann es sinnvoll sein, gerade bei älteren oder körperlich belasteten Tieren genauer auf Beweglichkeit, Muskulatur und allgemeines Wohlbefinden zu achten.

Bei Hunden kann Physiotherapie und Osteopathie eine Möglichkeit sein, den Bewegungsapparat individuell zu unterstützen. Bei Pferden können – je nach Situation – osteopathische und physiotherapeutische Ansätze sowie Akupunktur oder homöopathische Begleitung Teil einer individuellen Betreuung sein.

Wichtig ist dabei immer der Blick auf das einzelne Tier: Was braucht dieser Hund? Was braucht dieses Pferd? Denn kein Tier ist wie das andere.

Und manchmal ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, einmal innezuhalten und sich zu fragen:

Wie bewegt sich mein Tier eigentlich gerade – und was möchte es mir damit sagen?

Ich wünsche Ihnen und Ihren Vierbeinern eine schöne, entspannte und möglichst beschwerdefreie Herbstzeit! 🍂🐾🐴

 
 
 

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